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Kongress-Programm am Montag, dem 17. Mai 2004


9.00 Eröffnung

BegrüßungPeter Braun (St. Virgil)

Einführung in den KongressVera Brandes / Helmut Kronberger (saludArt)

10.00 – 11.45

Rolf Verres (Heidelberg)
Wie kann sich ein Patient gut aufgehoben fühlen?
Bei seinen Forschungen zu subjektiven Krankheits- und Gesundheitstheorien von PatientInnen spielt das Aufgehobensein in der Medizin eine zentrale Rolle. Es gilt, ein kulturelles Klima zu schaffen, in dem ganzheitliche zwischenmenschliche Resonanz möglich wird. Was damit gemeint ist, wird Professor Verres am Beispiel der Kultur-Schmiede am Klinikum der Universität Heidelberg darstellen. 0 Er wird seinen Vortrag mit Piano-Improvisationen bereichern.


11.15 – 13.00

Wilhelm Salber (Köln)
Die Kunst krank zu sein
Ohne Seelenbehandlung ist Krankenbehandlung nur eine halbe Sache. Hierzu kann man viel von den Märchen lernen. Krank-Werden ist eine Störungs-Form, in der Gewohnheiten der Lebens-Welt verrückt werden. Zugleich geraten die Kranken in den Zwang einer "fremden" Krankenhaus-Routine. Kunst kann hier eine Seelen-Impfung bewirken, sich auf Un-Gewohntes einzulassen.

Max Moser (Weiz)
Warum heilt Rhythmus?
Rhythmus ist ein essentielles Merkmal lebender Organismen. Selbstheilungsvorgänge und Selbstorganisationsprozesse im Körper sind meist von rhythmischen Veränderungen physiologischer Parameter begleitet. Im Rhythmus findet der erkrankte Organismus zum Normalzustand zurück.

Jürgen M Majerus (Heidelberg/Eberach)
Qualität und Kunst – die ungleichen Geschwister

Qualität ist immer das Ergebnis von Können und Wollen - und dasselbe gilt für jede Form von Kunst. Qualität und Kunst haben inhaltlich wie formal viele gemeinsame Wurzeln und können prächtige Früchte tragen - wenn beides denn sorgsam gepflegt wird. Im engeren Sinne sind "art"-gerechte Qualitätssysteme eine Voraussetzung, damit Menschen und Kunst in Gesundheitssystemen überleben können.

Johann Beran (Wien)
Unternehmens<->Kultur = Zeit für Kultur?
Vom Quantitätsmanagement zum Qualitätsmanagement

Die Unternehmenskultur ist das ungeschriebene und oft unbewusste Regelwerk, durch welches Beziehungen, Kommunikation, Zeitabläufe, Konflikte, Arbeitsqualität u.a. in einem Unternehmen geregelt wird. Eine bewusste und unterstützende Unternehmenskultur ist die Vorbedingung für den positiven Einsatz von Kultur. Im Rahmen des Projektes PFLEGEfit® werden verschiedene Interventionen erprobt, die der Optimierung der Arbeitsbedingungen und des Unternehmensklimas dienen

15.00 – 18.00

Niels Eje/Inge Eje/Per Thorgaard / (Kopenhagen)
Einsatz von Musik in der Intensivmedizin
Musica Humana is an interdiciplinary research organization, aimed at creating and documenting the effect of a new designed music and sound environment in hospitals. The organization´s work is based on a close collaboration between resource persons with specialist competence within a number of fields, including medical science, nursing, music therapy, psychology, and music composition and production.

Leonhard Oberascher und Michael Gallmetzer (Salzburg)
Was können Farbe, Licht und Kunst zu Orientierung und Wohlbefinden
in therapeutischen Einrichtungen beitragen?

Licht- und Farbgestaltung sollte vor allem die spezifischen Nutzerbedürfnisse und Handlungsabläufe berücksichtigen. Ein ausgewogenes Verhältnis von Anregung und Beruhigung, Ordnung und Variabilität, Verwandtschaft und Kontrast kann die Funktion eines Raumes unterstützen, ihn optisch aufwerten, den Raumeindruck strukturieren und beleben, das Gefühl von Orientiertheit, Sicherheit, Vertrauen verstärken und so entspannen und "räumlichem Stress" vorbeugen.

Annette Ridenour (San Diego, USA)
Applications of Multi-Sensory Design in Healthcare Today
This presentation will examine the often overlooked multi-sensory environment in healthcare and provide examples of installations in waiting areas, outpatient surgery centers, and centers for medically fragile children. In addition, we can impact and revitalize staff in critical care units. A case will be made for the future of multi-sensory therapies working as an adjunct to western medical procedures in all areas of treatment and recovery.

Gerhard Tucek (Schloss Rosenau)
Was Musiktherapeuten von anderen Ethnien lernen können
Gerhard Tucek wird der Grundfrage nachgehen, inwieweit Individuen bzw. Gesellschaften eine Kultur verstehen lernen können, deren Teil sie nicht selbst sind. Auch angesichts der steigenden Zahl von PatientInnen, PflegemitarbeiterInnen und ÄrztInnen aus anderen Kulturkreisen ist die Frage nach den Heilritualen anderer Ethnien relevant. Es wird die Perspektive einer notwendigen Interdisziplinarität entwickelt und die Bedeutung ethnologischer Grundkenntnisse für Musiktherapeuten gezeigt.

Lucanne Magill (New York, USA)
Music Therapy in Cancer Medicine
Music therapy offers cancer patients a wide range of physical, psychological, social and spiritual benefits. At Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York, music therapy is a full time program within the Integrative Medicine Service. The music therapist works closely with patients, families and staff throughout the hospital in a variety of settings, aiming to help alleviate pain and symptoms of suffering, reduce feelings of depression and anxiety, enhance mood and facilitate communication.

Gunda Dietzel (Stuttgart)
Stimme - Abbildungssystem der Persönlichkeit und therapeutisches Medium
Der Klang jeder Stimme ist so einmalig wie ein Fingerabdruck.
Der individuelle Stimmklang, der sich aus mehreren Tönen zusammensetzt, spiegelt gemäß den
Untersuchungen von Vemu Mukunda die Veranlagungen, Begabungen und
Verhaltensweisen eines Menschen wider. Der individuelle Grundton charakterisiert dabei
den Schwerpunkt in der Wesensstruktur und ist Ausgangston aller Übungen, die
in der indivocalen Musiktherapie (Nada-Brahma-System von Vemu Mukunda) zur
emotionalen Stabilisierung und Klärung der Persönlichkeit sowie symptombezogen auch auf der physischen Ebene einsetzbar sind.